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quantum board led grow lights

Quantum Board LED Grow Lights verbinden hohe Effizienz mit guter Lichtverteilung auf kompakter Fläche. Sie zählen zu einer der meistverkauften Pflanzenlampen im Indoor-Grow und das aus gutem Grund!
 

In unserer Sammlung findet ihr eine sorgfältige Auswahl an Quantum Board LEDs verschiedener Wattstärken und Hersteller. Wir informieren euch über Effizienz, Photonenfluss (PPF/PPFD) und welches Modell für welche Zeltgröße geeignet ist.
 

Der Ratgeber weiter unten erklärt, was Quantum Boards von anderen LED-Typen unterscheidet, welche Rolle Samsung LM301B und LM301H Chips dabei spielen und was hinter Begriffen wie passiver Kühlung, PPE und Farbtemperatur steckt. Außerdem zeigen wir euch, wie sich Quantum Boards von Bar Style LEDs und COB Grow Lights unterscheiden und in welchen Setups sie ihre Stärken voll ausspielen.

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FLUXshield Habibi 150

Crescience

54 W

2,85 µmol/J

FLUXshield 300

Crescience

110 W

2,85 µmol/J

GC-PURE 80W

Greenception

80 W

2,7 µmol/J

FLUXshield Babo 450C

Crescience

160 W

2,8 µmol/J

GC-EUROPE 250W

Greenception

250 W

2,7 µmol/J

Was sind Quantum Board LED Grow Lights?

Der Begriff "Quantum Board" wurde von der Horticulture Lighting Group (HLG) geprägt und beschreibt ein spezifisches LED-Grow-Light-Design: eine große, flache Platine, auf der viele kleine LED-Chips gleichmäßig verteilt sind. Statt weniger, sehr heller Lichtpunkte (wie bei COB-LEDs) entsteht durch hunderte Einzelchips eine große, gleichmäßige Lichtfläche.
 

Das Ergebnis ist eine der gleichmäßigsten Lichtverteilungen, die eine einzelne Leuchte bieten kann, ohne intensive Hotspots und ohne Schattenzonen direkt unter dem Rand der Lampe. Die Pflanzen werden großflächig und diffus bestrahlt, ähnlich wie an einem leicht bewölkten Tag.
 

Heute wird der Begriff "Quantum Board" von vielen Herstellern verwendet und meint allgemein Board-Style LED Grow Lights mit dieser Chip-Anordnung, ganz unabhängig vom Hersteller.

Die Chips: Samsung LM301B, LM301H und LM301H EVO

Das Herzstück jedes Quantum Boards sind die LED-Chips. Dabei dominieren vor allem 3 Chips den Markt qualitativ hochwertiger LEDs:

  1. Samsung LM301B: Dies ist die erste Generation der hocheffizienten Samsung Chips, die Quantum Boards populär gemacht hat. Mit diesen Chips sind Effizienzen von etwa 2,8 µmol/J möglich. Heutzutage werden sie vor allem in günstigeren Modellen verbaut.

  2. Samsung LM301H ist die Weiterentwicklung der B-Generation. Diese Chips zeichnen sich aus durch eine höhere Effizienz, bessere Wärmebeständigkeit und ein verbessertes Spektrum. Sie sind inzwischen Standard in der Mittel- und Oberklasse mit einer Effizienz zwischen 2,9 und 3,0 µmol/J je nach Bauweise der LED.

  3. Samsung LM301H EVO: Die aktuelle Top-Generation. Noch höhere Effizienz (bis 3.1 µmol/J und mehr), verbessertes Weißlichtspektrum. In Premium-Modellen verbaut, etwa in der LUMATEK ZEUS PRO 3.1
     

Neben Samsung kommen auch Osram Dioden zum Einsatz, insbesondere für Deep Red (660 nm) und manchmal auch für Weiß. Osram gilt als eine hochwertige Alternative, besonders für spezifische Spektren.

Günstige Chips von Epistar, Bridgelux oder No-Name Marken werden häufig in Einsteigermodellen verwendet und sind günstiger, aber weniger effizient. Für Einsteiger mit kleinem Budget ist das okay; Profis greifen zu Samsung oder Osram.

Vollspektrum: Was steckt dahinter?

Quantum Boards arbeiten mit Vollspektrum-Weißlicht-LEDs, ergänzt durch spezialisierte Dioden. Die folgenden Lichtspektren sind für den Cannabis-Anbau relevant:

  • Weißlicht-LEDs (3000K-4000K): Weißes LED-Licht deckt alle für die Photosynthese relevanten Wellenlängen ab und ist die breite Basis des Spektrums. 

  • Blau (400-500 nm) für eine kompaktes Wachstum

  • Grün (500-600 nm) für die tiefe Lichtpenetration

  • Rot (600-700 nm) für Blüte und Frucht

  • Deep Red (660 nm): 660 nm ist eine der effizientesten Wellenlängen für Photosynthese und Blütenproduktion und entsprechende Dioden Standard in jedem modernen Quantum Board

  • UV (385-395 nm): Die optionale UV-Strahlung stresst die Pflanze gezielt und soll die Trichom- sowie Cannabinoid-Produktion anregen

  • Far Red (730 nm): Ebenfalls optional fördert fernrotes Licht den Emerson Enhancement Effect und beschleunigt die Blüteinitiierung. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Far Red LEDs.
     

Neben Wellenlängen wird die Farbe des Lichts auf in Kelvin angegeben. Quantum Boards sind meist in 3000K oder 3500K erhältlich. 3000K ist wärmer (mehr Rot) und gut für die Blüte, 3500K ist neutraler und gilt als guter Allrounder für alle Wachstumsphasen.

PPF, PPFD und PPE: Die wichtigsten Kennzahlen

Beim Kauf eines Quantum Boards stoßt ihr vor allem auf die folgenden 3 relevanten Kennzahlen:

  1. PPF (Photosynthetischer Photonenfluss): Diese Kennzahl gibt an, wie viele Lichtphotonen eine Pflanzenlampe insgesamt pro Sekunde aussendet (gemessen in µmol/s). PPF beschreibt somit die Gesamtleistung der Grow-LED, sagt aber noch nichts darüber aus, wie viel davon tatsächlich bei euren Pflanzen landet.

  2. PPFD (Photosynthetische Photonenflussdichte): PPFD beschreibt, wie viele Photonen pro Sekunde auf einem Quadratmeter Fläche ankommen (angegeben in µmol/m²/s). Die Photosynthetische Photonenflussdichte ist die wohl relevanteste Kennzahl, da sie direkt beschreibt, wie viel Licht eure Pflanzen erhalten. Dabei gilt zu beachten, dass der PPFD-Wert je nach Abstand und Position der Lampe variiert. Seriöse Hersteller liefern PPFD-Karten für verschiedene Abstände, die ihr meist in den entsprechenden Spec-Sheets findet.

  3. PPE (Photosynthetische Photoneneffizienz): PPE ist die Effizienz der Lampe, gemessen in µmol/J (Photonen pro Joule Strom). Je höher der Wert, desto geringer der Stromverbrauch gemessen an der Lichtmenge. Top-Quantum-Boards erreichen heute 3,0-3,2 µmol/J.
     

In unserem Leitfaden zu PAR und PPFD könnt ihr tief in das Thema Lichtmenge einsteigen. An dieser Stelle lediglich die groben Orientierungswerte für Cannabis:

  • Stecklinge und Jungpflanzen: 200-400 µmol/m²/s PPFD

  • Vegetationsphase: 400-600 µmol/m²/s PPFD

  • Blüte: 600-900 µmol/m²/s PPFD

  • High-Intensity-Grows (mit CO2-Supplementierung): bis 1200 µmol/m²/s PPFD
     

Werte über 1.200 µmol/m²/s ohne CO2-Ergänzung bringen selten Mehrertrag und erhöhen das Risiko von Lichtbrand.

Passive Kühlung: Geräuschlos und wartungsarm

Eines der größten Alleinstellungsmerkmale von Quantum Boards ist die passive Kühlung. Durch die Verteilung von hunderten kleiner Chips über eine große Fläche entsteht pro Chip nur wenig Wärme. Diese kann ohne Lüfter passiv über Aluminium-Kühlkörper abgeführt werden.
 

Damit haben Quantum Boards den Vorteil, dass sie völlig geräuschlos, ohne das Brummen eines Lüfters laufen und dadurch auch extrem wartungsarm sind. Zudem erhöhen die niedrigen Temperaturen der Chips die Lebensdauer der Board-Style LEDs. Gute Quantum Boards schaffen L70-Werte von 50.000-100.000 Stunden (das ist der Zeitpunkt, bis die ursprüngliche Lichtleistung auf 70% gesunken ist).
 

Im Gegensatz dazu brauchen COB-LEDs, die viel Licht aus einem kleinen Punkt liefern, oft eine aktive Kühlung mit Lüftern.
 

Bei sehr hohen Wattzahlen (600W+) können aber auch Quantum Boards sehr warm werden. Achtet daher auf eine ausreichende Luftzirkulation im Zelt, weniger wegen der Lampen, sondern zuliebe eurer Pflanzen.

Dimmbare Vorschaltgeräte (EVG): Präzise Kontrolle über alle Phasen

Moderne Quantum Boards werden in der Regel mit dimmbaren Vorschaltgeräten (EVG) geliefert. Das erlaubt euch, die Lichtintensität stufenlos oder in Stufen anzupassen.
 

Das ist vor allem deshalb wichtig, weil Keimlinge und Jungpflanzen keine hohen Intensitäten vertragen. Mit einem dimmbaren EVG startet ihr auf 20-30% und steigert langsam. Erst in der Blüte dreht ihr auf 80-100% hoch. Das schützt eure Pflanzen und spart gleichzeitig Strom in den frühen vegetativen Phasen.
 

Viele hochwertige Quantum Boards nutzen Treiber von Meanwell, einer taiwanesischen Marke, die für Qualität und Zuverlässigkeit steht. Meanwell HLG-Treiber sind für ihre lange Lebensdauer und stabilen Output bekannt. Günstiger Boards setzen auf unbekannte Treiber, die mit einem etwas höherem Ausfallrisiko meist ebenso gut funktionieren.

Manche Boards lassen sich per Kabel verbinden und gemeinsam dimmen, was sehr praktisch ist, wenn man mehrere Lampen gleichzeitig in einem Raum betreiben möchte. Man spricht in diesem Kontext meist von der Daisy-Chain-Funktion.

Stärken und Schwächen im Vergleich

Quantum Boards leuchten von einer zentralen Fläche aus. Das hat Konsequenzen für die Lichtverteilung und bringt sowohl Vor- als auch Nachteile gegenüber andere Beleuchtungs-Optionen:
 

Quantum Board vs. Bar Style LED

Direkt unter dem Board ist die Ausleuchtung sehr gleichmäßig. Für kleine bis mittelgroße Flächen (bis ca. 100 x 100 cm) liefern Board Style LEDs eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung.
 

An den Rändern größerer Flächen fällt das Licht jedoch stark ab. Bei 150 x 150 cm oder größeren Anbauflächen entstehen Zonen, die deutlich weniger Licht bekommen als die Mitte. Bar Style LED Grow Lights lösen dieses Problem durch ihre großflächig verteilte Anordnung.
 

Quantum Boards sind zwar günstiger, kompakter und für kleine bis mittelgroße Flächen die unkompliziertere Lösung, für große Flächen sind Bar Style LEDs jedoch im Vorteil.

Quantum Board vs. COB Grow Lights

Für sehr dichte, hohe Pflanzen, bei denen Licht bis in tiefe Schichten dringen muss, können COB Grow Lights aufgrund ihrer punktförmigen, intensive Lichtquelle besser geeignet sein, als Quantum Boards, die eher ein diffuses Licht liefern, das dafür gut in den oberen Canopy-Bereich eindringt. Für SCROG und Sea of Green, wo eine besonders flache, gleichmäßige Lichtfläche gewünscht ist, sind Quantum Boards überlegen. Für einzelne, hohe Pflanzen mit dichtem Canopy können COB Grow Lights punkten.

Quantum Board vs. HID-Lampen

HID-Lampen (NDL/HPS und MH) waren früher der Standard und sind noch heute im Einsatz. Quantum Boards sind jedoch 2-3x effizienter und so liefert ein 400W Quantum Board so viel nutzbares Pflanzenlicht wie 600-1000W HPS. Während HID deutlich mehr Wärme erzeugt und Abluft samt Kühlung braucht, laufen Quantum Boards relativ kühl.

HID-Lampen nutzen ein bewährtes Spektrum (MH für Wuchs, HPS für Blüte), Quantum Boards decken beides mit einem Vollspektrum-Board ab. In der Anschaffung ist HID zwar günstiger (600W HPS mit Vorschaltgerät: 100-200€ vs. Quantum Board: 250-450€), aber Quantum Boards sparen so viel Strom, dass sich die Investition sehr schnell amortisiert.

Richtige Quantum-Board-Größe für euer Zelt

Wie viel Power ihr für euren Grow benötigt, könnt ihr ganz einfach mit unseren Grow-Rechnern berechnen, bspw. dem Watt-pro-qm-Rechner. Für die ganz Eiligen haben wir hier ein kleine Übersicht, die als grober Richtwert für effiziente Quantum Boards dienen kann:  

  • 60 x 60 cm (0,36 m²): 100-150W Quantum Board

  • 80 x 80 cm (0,64 m²): 150-240W Quantum Board

  • 100 x 100 cm (1 m²): 240-320W Quantum Board

  • 120 x 120 cm (1,44 m²): 320-480W Quantum Board

  • 150 x 150 cm (2,25 m²): 480-700W Quantum Board
     

Tipps zur Installation und Aufhängung

Quantum Boards sollten immer parallel zur Anbaufläche und zentriert über dem Zelt hängen. Die Aufhängehöhe beeinflusst PPFD und Ausleuchtungsfläche direkt.
 

Als grober Orientierungswerte (abhängig von der Leistung der LED) können euch folgende Werte dienen:

  • Keimling/Klon: 60-80 cm Abstand zum Canopy, auf 20-40% gedimmt

  • Vegetationsphase: 40-60 cm, auf 50-70% gedimmt

  • Blüte: 30-50 cm, auf 80-100%
     

Marken und Modelle

HLG (Horticulture Lighting Group) sind die sogenannten “Erfinder” des Quantum Boards und bieten hochwertige US-Produkte zu hohen Preisen. Klassiker wie HLG 300L, 350R und 600R überzeugen mit sehr guter Qualität und hoher Effizienz.
 

Die Spider Farmer SF/SE-Serie kommt aus China, hat sich aber einen guten Ruf als Einstiegs- bis Mittelklasse-Modell erarbeitet mit Samsung LM301H, solider Effizienz (2,7-2,9 µmol/J) und fairen Preisen.
 

Bei der Mars Hydro TS/TSW-Serie (z.B. TS-1000, TSW-2000) handelt es sich um Quantum Boards der Budget- bis Mittelklasse. Mit Epistar-Chips in günstigen und Samsung-Chips in höherklassigen Modellen bietet Mars Hydro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
 

Die Sanlight Q-Serie aus Österreich steht für hohe Effizienz, exzellente Verarbeitung und modulares Design: Teuer, aber perfekt für kommerzielle Anwendungen und anspruchsvolle Grower.

Crescience ist eine deutsche Premium-Marke, die auf hochwertige Verarbeitung, smarter Steuerung und europäischem Support setzt. Crescience ist besonders für Grower interessant, die Wert auf lokale Produktion und intelligente App-Anbindung legen.

Fazit: Für wen sind Quantum Board LEDs die richtige Wahl?

Quantum Board LED Grow Lights vereinen Energieeffizienz, gleichmäßige Lichtverteilung, geräuschlose Kühlung und eine einfache Handhabung.
 

Sie eignen sich besonders für kleine bis mittelgroße Flächen (40 x 40 cm bis 120x120 cm), für Einsteiger, die eine unkomplizierte und bewährte Lösung suchen, und für erfahrene Grower, die Wert auf maximale Effizienz und geringe Betriebskosten legen. Beim Kauf zählen vor allem die tatsächliche Wattzahl, die Effizienz (PPE) und die Qualität der Chips.
 

Für größere Flächen ab 120 x 120 cm oder wenn Intercanopy Lighting und maximale Gleichmäßigkeit gefragt sind, lohnt sich ein Blick auf Bar Style LED Grow Lights. Wer hohe Einzelpflanzen oder sehr intensive Punktbeleuchtung braucht, sollte zudem einen Blick auf COB Grow Lights werfen.

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