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hid-lampen & vorschaltgeräte

HID-Lampen (Hochdruck-Gasentladungslampen) galten für Jahrzehnte als der Standard im Indoor-Grow und der Cannabis-Beleuchtung. Sie sind in der Anschaffung recht günstig, liefern kraftvolles Licht und bleiben trotz des LED-Booms für viele Grower die erste Wahl.
 

Auf dieser Seite findet ihr nicht nur die klassischen Pflanzenlampen, sondern auch die dazu passenden Vorschaltgeräte und Reflektoren: Von der 250W MH für kleine Zelte bis zur 1000W NDL für große Räume, bei uns bekommt ihr einen Überblick über die verfügbaren Optionen und ihre Einsatzbereiche.
 

Der Ratgeber weiter unten erklärt den Unterschied zwischen Metallhalogenid (MH) und Natriumdampflampen (NDL/HPS), wie Vorschaltgeräte funktionieren, welche Rolle Reflektoren spielen und warum HID trotz höherem Stromverbrauch nach wie vor eine valide Option ist. Außerdem zeigen wir euch, in welchen Setups HID-Lampen ihre Stärken voll ausspielen und wie sie im Vergleich zu den Grow-LEDs abschneiden.

hid-lampen.jpg

LUMATEK 630W CMH Controllable Ballast

630

Vorschaltgerät

CMH

LUMATEK 1000W 240V Controllable Ballast

1000

Vorschaltgerät

MH/HPS

LUMATEK 1000W Pro 400V Controllable Ballast

1000

Vorschaltgerät

HPS

LUMATEK 1000W HPS 240V SE Lamp

1000

Leuchtmittel

HPS

LUMATEK 1000W MH 6000K 240V SE Lamp

1000

Leuchtmittel

MH

LUMATEK Utopia 630W / 600W DE CMH/HPS Fixture

630/600

Fixture

CMH/HPS

LUMATEK Digital Panel PLUS 2.0 (HID + LED)

-

Zubehör

-

LUMATEK 315W CMH Controllable Ballast

315

Vorschaltgerät

CMH

LUMATEK 600W 240V Controllable Ballast

600

Vorschaltgerät

MH/HPS

LUMATEK Ultimate 600W 400V Controllable Ballast

600

Vorschaltgerät

MH/HPS

LUMATEK 1000W HPS 400V DE Lamp

1000

Leuchtmittel

HPS

LUMATEK Aurora 315W CMH Fixture

315

Fixture

CMH

LUMATEK 1000W 400V DE Fixture

1000

Fixture

HPS

LUMATEK Utopia 630W / 600W CMH/HPS Ballast 240V

630/600

Vorschaltgerät

CMH/HPS

Was sind HID-Lampen?

HID steht für "High Intensity Discharge", auf deutsch werden die Lampen in der Regel als Hochdruck-Gasentladungslampen bezeichnet. Das Funktionsprinzip: Strom fließt durch eine gasgefüllte Röhre (Brenner), erzeugt einen Lichtbogen zwischen zwei Elektroden und bringt das Gas zum Leuchten. Anders als bei LED, wo Dioden direkt Licht erzeugen, oder bei Leuchtstoffröhren mit niedrigem Druck, arbeiten HID-Lampen mit sehr hohem Innendruck.

Das Ergebnis ist eine extrem intensive Lichtabgabe aus einem vergleichsweise kleinen Brenner. Eine 600W HID-Lampe erzeugt 85.000-90.000 Lumen und damit mehr als die meisten LED-Panels gleicher Wattzahl. Diese hohe Lichtintensität macht HID ideal für dichte Canopies, wo Licht tief eindringen muss. Allerdings misst Lumen lediglich das für Menschen sichtbare Licht und spielt für Pflanzen eine untergeordnete Rolle, wie ihr in unserem Beitrag zu PAR und PPFD nachlesen könnt.

 

MH-Lampen und NDL-Lampen im Vergleich

Für Cannabis und andere lichtintensive Pflanzen kommen zwei HID-Typen zum Einsatz: Metallhalogenid (MH) für die Wuchsphase und Natriumdampf-Hochdrucklampen (NDL/HPS) für die Blüte.
 

MH-Lampen: Perfekt für die Wuchsphase

Metallhalogenid-Lampen (MH, engl. Metal Halide) erzeugen ein kalt-weißes Licht mit hohem Blauanteil. Dieses Spektrum ähnelt der Frühlings- und Sommersonne und fördert kompaktes vegetatives Wachstum:

  • Lichtspektrum: MH-Lampen haben eine Farbtemperatur von 4000-6000K. Der hohe Blauanteil (400-500 nm) hält Pflanzen kompakt, fördert dichte Blattbildung und verhindert übermäßiges Streckungswachstum (kurze Internodien). Perfekt für Mutterpflanzen, Stecklinge und die vegetative Phase.

  • Lebensdauer: MH-Lampen halten etwa 10.000-15.000 Stunden. Nach dieser Zeit sinkt die Lichtleistung spürbar, auch wenn die Lampe noch brennt. Profis tauschen MH alle 12-18 Monate, um eine konstante Lichtstärke sicherzustellen.

  • Gängige Wattstärken: 150W, 250W, 400W, 600W. Die 400W MH ist der Klassiker für Anbauflächen von 80 x 80 cm bis 100 x 100 cm (in der Vegetationsphase).

  • Bekannte Modelle: Venture Sunmaster Cool, Osram Powerstar, Philips Master Color oder Elektrox MH.
     

NDL/HPS-Lampen: Kraftvoll in der Blüte

Natriumdampf-Hochdrucklampen (NDL, auch HPS für "High-Pressure Sodium") könnte man als das Arbeitspferd der Blütephase bezeichnen. Sie erzeugen ein warmes, gelb-rotes Licht, das die Blütenbildung und Harzproduktion fördert.

  • Lichtspektrum: NDL-Lampen haben eine Farbtemperatur von etwa 2000-2700K. Der dominante Rotanteil (590-610 nm) imitiert die Herbstsonne und signalisiert der Pflanze: Zeit zu blühen. Cannabis reagiert darauf mit einer dichten Knospenbildung.

  • Lebensdauer: Mit etwa 18.000-24.000 Stunden halten NDL länger als MH. In der Praxis entspricht das einer Lebensdauer von 2-3 Jahre je nach Anzahl der Grows.

  • Gängige Wattstärken: 150W, 250W, 400W, 600W, 1000W. Die 600W NDL ist der Bestseller mit einer guten Balance aus Lichtleistung, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung.

  • Bekannte Modelle: Osram Plantastar/NAV-T, Philips SON-T Agro/GreenPower, GIB Lighting Flower Spectre, Sylvania Grolux, Lumatek NDL oder Lumii Black.
     

Dual-Spektrum-Lampen: Eine Lampe für beide Phasen

Dual-Lampen (auch "Kombi-Lampen") sollen sowohl während der Vegetation als auch in der Blüte funktionieren. Das Spektrum liegt zwischen MH und NDL:

  • Vorteil: Ihr müsst zwischen den Phasen nicht die Beleuchtung wechseln.

  • Nachteil: Jack of all trades, master of none. Dual-Lampen leisten in keiner Phase so viel wie die spezialisierten MH/NDL. Viele erfahrene Grower berichten von schwächerem Wuchs in der Veg und weniger Ertrag in der Blüte.

  • Empfehlung: Für Anfänger mit sehr kleinen Setups (60 x 60 cm bis 80 x 80 cm) sind sie okay. Wer ernsthaft anbaut, greift zu MH und NDL.
     

Das Vorschaltgerät: Herzstück des HID-Systems

HID-Lampen können nicht direkt ans Stromnetz. Sie brauchen ein Vorschaltgerät (VSG), das die Zündung startet und den Betrieb regelt.
 

Beim Einschalten brauchen HID-Lampen eine hohe Zündspannung (mehrere tausend Volt), um den Lichtbogen zu starten. Ist das Gas ionisiert, sinkt der Widerstand. Das Vorschaltgerät senkt die Spannung auf Betriebs-Niveau und hält sie stabil. Ohne diese Regulierung würde die Lampe durchbrennen.
 

Auch bei den Vorschaltgeräten lassen sich zwei Typen unterscheiden:

  • KVG (Konventionelles Vorschaltgerät): Klassische Technologie mit Eisenkern-Drosselspule. Robust und günstig (30-60 €), aber ineffizient. KVG brummen oft hörbar, laufen warm und verschenken etwa 10-15 % der Energie als Abwärme und haben keine Dimmfunktion.

  • EVG (Elektronisches Vorschaltgerät): Moderne Lösung mit elektronischer Steuerung. Effizienter (ca. 5-8 % Energieverlust), lautlos und oft dimmbar. EVG kosten mehr (80-250 €), verlängern aber die Lampen-Lebensdauer und sparen Strom. Manche Modelle bieten einen "Soft Start", also das schonende Hochfahren der Lampe. Viele EVG erlauben das Dimmen auf 50 %, 75 % und 100%, manche sogar 110 % oder 125 % (Superlumen). Das ist besonders praktisch für verschiedene Wachstumsphasen. Allerdings kann das Dimmen das Spektrum leicht verändern, weshalb manche Grower nur in vegetativen Phasen, aber nie in der Blüte, dimmen.
     

Das Vorschaltgerät muss zur Lampenleistung passen. Eine 600W Lampe braucht eine 600W VSG. Passen HID-Lampe und Vorschaltgerät nicht zusammen, sind defekte Leuchtmittel und Brandgefahr die mögliche Folge.

Reflektoren: Licht dorthin lenken, wo es gebraucht wird

HID-Lampen strahlen in alle Richtungen. Ohne Reflektor verpufft die Hälfte des Lichts nach oben. Ein guter Reflektor reflektiert 85-95% des Lichts nach unten zu den Pflanzen. Dabei gibt es verschiedene Reflektortypen, die regelmäßig gereinigt werden müssen, um Lichtverluste zu vermeiden:

  • Stuko/Adjust-A-Wing: Verstellbare Flügel, sehr gleichmäßige Ausleuchtung. Gilt als einer der besten Reflektoren. Ideal für 100 x 100 cm bis 120 x 120 cm.

  • Cooltube: Röhrenförmig mit Glasscheiben an beiden Enden. Kann an Abluft angeschlossen werden, so dass die warme Luft direkt abgeführt wird. Perfekt für überwärmte Zelte oder kleine Räume. Der Nachteil ist jedoch, dass das Glas etwa 5-10% des Lichts absorbiert.

  • Aircooled Hood: Kasten-Reflektor mit Glasscheibe und Anschlüssen für Abluft. Sie sind aufgrund der Kombination aus guter Lichtverteilung und Kühlung sehr beliebt und in den meisten Grow-Shops erhältlich.

  • Hammerschlag-Reflektor: Günstigster Reflektor in simpler Haubenform. Sorgt für eine akzeptable Lichtverteilung auf kleinen Flächen, jedoch ohne Kühlung.

  • Parabolreflektor: Fokussiert Licht stark nach unten aufgrund der Wölbung. Daraus folgt eine sehr hohe Intensität in der Mitte mit Schwächen an den Rändern. Gut für einzelne große Pflanzen.
     

Workflow für die klassische Kombination aus MH und NDL

Wie bereits erwähnt, nutzen die meisten erfahrenen “HID-Grower” beide Lampentypen. Dabei gehen sie sie in etwas folgendermaßen vor, um in jeder Phase für das optimale Lichtspektrum zu sorgen: 

  • Wuchsphase (3-6 Wochen): MH-Lampe, 18/6 Lichtzyklus, Pflanzen bleiben kompakt und buschig

  • Blütephase (8-12 Wochen): NDL-Lampe, 12/12 Lichtzyklus, Pflanzen produzieren dichte Blüten
     

Allgemeine Tipps und Richtwerte zur Nutzung von HID-Lampen

Abstand zur Pflanze: Die Goldene Regel

HID-Lampen werden warm. Hängen sie zu dicht über euren Pflanzen, kann es zu Verbrennungen kommen. Hängen sie zu hoch, verschwendet ihr Licht und Strom. Orientiert euch daher grob an folgenden Richtwerten:

  • 250W HID: 40-60 cm Abstand

  • 400W HID: 50-70 cm Abstand

  • 600W HID: 60-80 cm Abstand

  • 1000W HID: 80-100 cm Abstand
     

Mit Cooltube oder einer Aircooled Hood könnt ihr 10-20 cm näher ran, weil die Wärme besser abgeführt wird. Nutzt das aus, um mehr PPFD bei gleichem Stromverbrauch zu erhalten!

Kühlung und Belüftung: Wärme im Griff

Eine 600W NDL kann einen 120 x 120 cm Raum ohne Abluft auf 35-40°C erhitzen. Cannabis mag aber deutlich mildere Temperaturen. Folgende Möglichkeiten habt ihr, um die Temperatur zu reduzieren:

  • Passive Kühlung: Funktioniert nur bei kleinen Setups (150-250 W), die in einem großen Raum stehen und ist nur in Ausnahmefällen empfehlenswert.

  • Cooltube oder Aircooled Hood: Die Beleuchtung kann direkt an das Abluftsystem angeschlossen werden, wodurch sich weniger Wärme im Zelt staut.

  • Aktive Kühlung mit Abluft: Ein Abluftventilator ist Pflicht und saugt warme Luft aus dem Zelt. Die Zuluft (passiv oder aktiv) bringt frische, kühle Luft in die Growbox.
     

HID vs. LED: Die ewige Debatte

LED gilt als neuer Standard im Indoor-Grow. Und dennoch haben beide Technologien ihre Stärken und Schwächen. Um der Debatte ihre Emotionalität zu nehmen, haben wir die wichtigsten Eigenschaften von HID und LED in folgender Tabelle anschaulich gegenübergestellt:

Kategorie
HID (MH / NDL / HPS)
LED (moderne Grow-LED)
Praxis-Kommentar
Spektrum steuerbar
Nein
Teilweise (Dimmer/Kanäle)
Feintuning bei LED möglich
Lebensdauer
10.000-24.000 h
50.000 h+
HID-Leuchtmittel verlieren schnell Leistung
Wartungskosten
Regelmäßiger Lampentausch
Minimal
Oft unterschätzter Kostenfaktor
Lichtverteilung
Hotspot unter Reflektor
Sehr gleichmäßig
LED reduziert Risiko von Lichtbrand
Abstand zur Pflanze
Größer nötig
Geringer möglich
Mehr nutzbare Höhe im Zelt
Blatttemperatur
Höher
Niedriger
Klima-Management unterscheidet sich
Luftfeuchte-Management
Einfacher
Kann schwieriger sein
LED-Grows häufig zu feucht
Ertragspotenzial
Hoch
Hoch
LED meist effizienter pro Watt
Geräusch-Entwicklung
Höher (VSG + Lüfter)
Leiser möglich
Wichtig für Diskretion indoor
Start-/Aufwärmzeit
Minuten
Sofort
LED einfacher zu steuern
Dimmbarkeit
Kaum praktikabel
Standard
Flexibilität während des Grows
Sicherheitsrisiko
Höher durch Hitze
Geringer
LED reduziert Brandrisiko
Gewicht & Baugröße
Schwerer
Flach und leicht
Montage der LED einfacher
Umweltbilanz
Schlechter
Besser
LED nachhaltiger
Gesamt-Betriebskosten
Hoch
Niedrig
LED langfristig günstiger
Spektrum
Fix (MH blauer, NDL roter)
Vollspektrum, optimiert
LED fördert kompakteres Wachstum
Kühlungsbedarf
Starke Abluft zwingend
Weniger Kühlung nötig
LED ermöglicht leiseren Betrieb
Wärmeentwicklung
Sehr hoch
Deutlich geringer
Bedeutung abhängig von Raumtemperatur
Anschaffungs-Kosten
Niedrig
Höher
LED amortisiert sich über Stromkosten
Stromverbrauch (gleiches Licht)
Höher
40-60 % geringer
Großer Vorteil der LED bei Dauerbetrieb
Effizienz (µmol/J)
ca. 1,6-1,9
ca. 2,5-3,5
LED liefert deutlich mehr Pflanzenlicht pro Watt
Canopy-Eignung
Gut für hohe Einzelpflanzen
Ideal für SCROG/SOG und flache Canopies
Training ist oft wichtiger als Lampentyp
Lichtquelle & Penetration
Punktlichtquelle mit sehr hoher Intensität
Flächenlicht aus vielen Dioden
HID wirkt durchdringender, LED gleichmäßiger

5 häufige Fehler bei der Verwendung von HID

  1. Ein klassischer Anfängerfehler ist es, Leuchtmittel zu lange zu nutzen. NDL und MH verlieren nach 10.000-15.000 Betriebsstunden spürbar an Lichtleistung. Die Lampe brennt zwar noch, aber eure Pflanzen bekommen 30-40% weniger nutzbares Licht ab. Tauscht die Leuchtmittel rechtzeitig aus, auch wenn sie optisch noch funktionieren.

  2. Wie bereits erwähnt, müssen Lampen und Vorschaltgeräte zusammenpassen. Eine 400W Lampe an einem 600W VSG oder umgekehrt führt zum Defekt oder im schlimmsten Fall zum Brand.

  3. Fasst Leuchtmittel niemals mit bloßen Händen an. Hautfett auf dem Glas führt zu Hotspots beim Aufheizen, wodurch die Lampe platzen kann. Verwendet immer Handschuhe oder ein sauberes Tuch beim Einsetzen.

  4. Viele unterschätzen, wie wichtig saubere Reflektoren sind. Staub, Schmutz und Ablagerungen senken die Reflektionsleistung um 20-40%. Reinigt eure Reflektoren alle 3-6 Monate, beispielsweise mit Isopropanol.

  5. Ausreichende Kühlung und ein gewisser Mindestabstand zu euren Pflanzen ist bei HID keine Option, sondern Pflicht. Ohne passende Abluft und ausreichendem Abstand riskiert ihr Hitzestress, verbrannte Blätter und massiven Stress für die Pflanzen.

Marken und Hersteller

Wir sind stets bemüht, unsere Sammlung an HID-Lampen, Leuchtmitteln und Vorschaltgeräten stetig zu erweitern. Da unsere Sammlung bislang alles andere als vollständig ist, wir euch die bekanntesten Marken und Produkte aber nicht vorenthalten möchte, findet ihr hier eine kleine Übersicht:

  • Osram: Deutscher Traditionshersteller. Osram Plantastar (NDL) und Powerstar (MH) gelten als Goldstandard mit langer Lebensdauer, konstanter Lichtleistung und fairem Preis.

  • Philips: Niederländische Premiummarke. Philips SON-T Agro/GreenPower (NDL) und Master Color (MH) werden weltweit in kommerziellen Grows verwendet. Etwas teurer, aber exzellente Lichtausbeute und Lebensdauer.

  • Sylvania: Etablierter Hersteller mit gutem Ruf. Sylvania Grolux bietet Dual-Spektrum und gilt als solide Mittelklasse-Option.

  • GIB Lighting: Spezialist für Grow-Leuchtmittel. GIB Flower Spectre (NDL) und Pure Bloom liefern optimierte Spektren für Cannabis. Oft günstiger als Osram/Philips bei ähnlicher Qualität.

  • Elektrox: Budget-Marke aus China mit überraschend guter Qualität. Elektrox MH und NDL kosten 15-25€ und sind damit deutlich günstiger als Markenware, haben aber in der Regel eine kürzere Lebensdauer.

  • Lumii: Britische Marke mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis. Lumii Black (NDL) ist einer der Bestseller in UK.

  • Vorschaltgeräte: Lumatek, Prima Klima, Phytolite (EVG), diverse No-Name (KVG).

Kosten für Anschaffung und Betrieb

Erstanschaffung 600W HID-Set:

  • Vorschaltgerät (EVG): 100-180 €

  • Reflektor (Adjust-A-Wing): 60-120 €

  • NDL-Leuchtmittel: 20-45 €

  • MH-Leuchtmittel: 20-40 €

  • E40-Fassung mit Kabel: 15-25 €

  • Gesamt: 215-410 €
     

Betriebskosten (600W NDL, 12h/Tag Blüte, 0,30 €/kWh):

  • Stromkosten pro Tag: 600W x 12h = 7,2 kWh x 0,30 € = 2,16 €

  • Pro Monat (30 Tage): ca. 65 €

  • Pro Jahr (12/12 durchgängig): ca. 780 €
     

Leuchtmittel-Wechsel:

Alle 12-18 Monate, 30-50 € pro Lampe.
 

Vergleich 600W HID vs. 400W LED:

  • HID: 2,16 €/Tag = 65 €/Monat

  • LED: 400W x 12h x 0,30 € = 1,44 €/Tag = 43 €/Monat

  • Ersparnis LED: 22 €/Monat = 264 €/Jahr
     

Bei 400 € höheren Anschaffungskosten für die LED amortisiert sich diese nach ca. 18 Monaten (abhängig von den Betriebszeiten).

Sicherheit: HID richtig betreiben

HID-Lampen entwickeln erhebliche Hitze, weshalb Brandschutz oberste Priorität hat. Haltet brennbare Materialien wie Pappe, Stoff oder trockene Pflanzenteile mindestens 50 cm von der Lampe entfernt. Achtet darauf, dass Reflektoren absolut stabil befestigt sind, da eine herabfallende NDL auf trockenem Cannabis schnell zum Brand führen kann.

Auch bei der Installation ist Vorsicht geboten. Vorschaltgeräte ziehen hohe Ströme und gehören an eigene Stromkreise, nicht an Mehrfachsteckdosen. Ein FI-Schutzschalter sollte selbstverständlich sein und kann im Ernstfall Leben retten.

Ein oft unterschätztes Risiko ist der Glasbruch durch Wasserkontakt. Heiße HID-Lampen platzen sofort, wenn Wasser drauf kommt. Sprüht deshalb niemals bei laufender Lampe und wartet nach dem Ausschalten mindestens 15-20 Minuten, bis die Lampe abgekühlt ist.

Zu guter Letzt: Manche HID-Lampen ohne UV-Filter emittieren geringe UV-Strahlung. Bei längerem Aufenthalt im Zelt solltet ihr eine Schutzbrille tragen, um eure Augen zu schützen. 

Fazit: Für wen sind HID-Lampen die richtige Wahl?

HID-Lampen sind eine bewährte, zuverlässige und kostengünstige Art der Cannabis-Beleuchtung. Sie liefern intensive Lichtleistung, haben sich über Jahrzehnte im Grow bewährt und funktionieren in manchen Setups noch heute.

HID-Lampen eignen sich besonders für Grower mit begrenztem Budget, für mittlere bis große Flächen (ab 80 x 8 0cm), wo hohe Lichtintensität gefragt ist, und für Setups mit guter Belüftung, wo Wärmeentwicklung kein Problem darstellt. Kommerzielle Grower nutzen HID auch in Kombination mit LED.

LED ist langfristig wirtschaftlicher (Stromersparnis, längere Lebensdauer), bietet ein besseres Spektrum und läuft kühler. Für ambitionierte Grower mit höherem Budget ist LED die bessere Wahl. Für Puristen und Old-School-Grower bleiben HID-Lampen aber nach wie vor eine valide Option.

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